Netzwerk-CM Schweiz

Netzwerk Case Management Schweiz ist ein Verein von im Gesundheits-, Sozial- und Versicherungsbereich tätigen Personen und Institutionen, die mit der Methode des Case Management arbeiten.

Zwei Beispiele für konkrete Umsetzungen von CM in der Schweiz

Claudia Merki - 10. Mai 2016

1. Beispiel: Case Management Berufsbildung Kanton Zug, CM BB

Das CM BB ermöglicht eine individuelle und bedarfsgerechte Unterstützung von Jugendlichen in die Berufsbildung und in den Arbeitsmarkt. Im Kanton Zug startete der Aufbau des CM Berufsbildung vor acht Jahren. Nun liegt der positive Abschlussbericht vor und bestätigt, dass das CM BB gut in die Strukturen integriert und der Aufbau erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Zudem hat sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Anschluss am Ende des 9. Schuljahrs seit 2010 halbiert.

Durch die Ansiedlung des CM BB im Leistungsauftrag beim BildungsNetz Zug hat das Angebot hinsichtlich der Rahmenbedingungen, Zielsetzung und strategischen Ausrichtung Klarheit schaffen können. Dieser organisatorische Entscheid eröffnet dem CM BB Handlungsspielräume, die nicht zwingend der Verwaltungslogik folgen müssen.

Zum Evaluationsbericht

Artikel über CM BB Kt. Zug

2. Beispiel: CareNet+ - richtungsweisend für die Zukunft

Bei CareNet+, dem Koordinationszentrum für Gesundheit und Soziales, handelt es sich um ein zwei Jahre dauerndes Pilotprojekt aus dem Bezirk Affoltern im Kanton Zürich. Es startete im ersten Quartal 2016 und hat zum Ziel, durch Koordinationsleistungen eine verbesserte ziel- und wirkungsorientierte Zusammenarbeit aller Leistungsträger im Gesundheitsbereich wie Ärzte, Spitex, Spitäler etc. sowie Kostenträger (Krankenversicherungen, Behörden) sicher zu stellen. CareNet+ richtete sich zu Beginn mit seinem Angebot primär an Menschen ab 60 Jahren (inzwischen ab 50 Jahren) und deren Angehörige.

Die Trägerschaft für das Projekt CareNet+ hat Pro Senectute Kanton Zürich übernommen. In der Projektsteuergruppe sind alle Vertreter der wesentlichen Leistungserbringer sowie der Kostenträger der Pilotregion vertreten. Dr. med. Roland Kunz, ehemaliger Chefarzt Geriatrie und Palliative Care und ehemaliger Ärztlicher Leiter des Spitals Affoltern am Albis als Vertreter einer der Leistungserbringer-Organisationen ist der Meinung, dass CareNet+ die Versorgungsqualität erhöht, die Effizienz in der Altersversorgung steigert und gleichzeitig die Kosten im Gesundheitsbereich senkt. Weiter ist er überzeugt, dass dieses Modell für die Zukunft richtungsweisend ist.

www.carenetplus.ch

Foto: Fotolia

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